Bürger*innen-Initiative fordert Klima­neutralität bis 2030

Klimaneutralität bis 2030 – dieses Ziel verfolgt der Klimaentscheid Würzburg. Denn um die Erderwärmung zu begrenzen, müssen Städte weltweit den CO2e-Ausstoß kurzfristig radikal senken, auch Würzburg. Während die Politik zögernd agiert, stellte die Bürger*inneninitiative Klimaentscheid Würzburg heute ihren Plan für eine lebenswerte Zukunft vor.

Offensichtlicher Bedarf auch in Würzburg

Dass wirksamer Klimaschutz mehr Tempo braucht, ist Konsens: Schon heute zerstört der Klimawandel weltweit Lebensräume von Australien bis in die Antarktis. Auch in Würzburg werden immer mehr Folgen sichtbar. Hitze und Dürre nehmen zu und verursachen Kosten unter anderem für das Bewässern von Straßenbäumen, das Instandhalten von Straßen und Gebäuden oder die Ausstattung mit Klimaanlagen. Doch die Stadt Würzburg bleibt bislang hinter dem selbst gesteckten Klimaziel zurück. Neben einem erneuerten Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel fehlt ein angemessener Maßnahmen- und Zeitplan.

Klimaentscheid stärkt Handlungsfähigkeit

Diese Lücke will der Klimaentscheid Würzburg schließen. „Per Bürgerbegehren fordern wir einen detaillierten Aktionsplan mit dem Ziel: Klimaneutralität bis 2030“. Damit werden die Menschen zu Klimaentscheider*innen und können den Wandel selbst initiieren. Die Politik bekommt so Rückendeckung für mutige Klimapolitik. Die Vorgehensweise passt zum Zeitgeist – laut aktueller Studien empfinden die Menschen in Deutschland den Klimawandel nach wie vor als Bedrohung.

Klimastadtplan zeigt Machbarkeit und Chancen

Grundlage für den Aktionsplan liefert der Klimastadtplan, den die Dachinitiative GermanZero mit Politik- und Umweltfachleuten sowie dem Klimaentscheid Würzburg entwickelt hat. Die Zusammenstellung benennt das CO2e-Reduktionspotenzial in den Sektoren Strom, Gebäude (Wärme), Verkehr und Industrie und skizziert Maßnahmen wie den Ausbau von Photovoltaik, Anreize für breitflächige Wärmedämmung oder auch Beratungsprogramme und Motivationskampagnen, um Wirtschaft und Bevölkerung in den Umbau einbeziehen. Dazu macht der Klimastadtplan die Potenziale sichtbar: So stehen den Investitionen für die Klimaneutralität jeweils deutlich höhere Klimaschadenskosten bei Nichthandeln gegenüber.

Der Klimastadtplan für Würzburg zeigt, dass Klimaneutralität möglich ist und sich unterm Strich lohnt. Es ist ein strategischer Plan, der im Überblick klarmacht, wo die großen Hebel liegen, was sie kosten und wie viel Personal dafür erforderlich wird. Jetzt braucht es politischen Willen und eine klare Entscheidung für die Zukunft in Würzburg und anderswo. Wir wünschen uns die Bereitschaft für eine offene und faire Debatte über Notwendigkeit und Chancen. 

Teil eines großen Ganzen

Mit ihrer Unterschrift entscheiden sich die Menschen beim Klimaentscheid Würzburg nicht nur für mehr Klimaschutz vor Ort. Indirekt unterstützen sie auch die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens seitens Deutschlands: Hinter dem Klimaentscheid Würzburg steht die Dachinitiative GermanZero, die derzeit ein 1,5-Grad-Gesetzespaket auf Bundesebene erarbeitet. Als Teil der Strategie werden Klimaentscheide in deutschen Städten das Bewusstsein der Menschen für die Notwendigkeit zu entschlossener Klimapolitik schärfen und den Druck auf die Politik erhöhen. Neben Würzburg starten etwa Initiativen in Münster, Konstanz und Berlin.

Kontakt:

Paul Gräf
graef@klimaentscheid-wuerzburg.de

Wir bemühen uns immer um Erreichbarkeit und zeitnahe Reaktion. Der Klimaentscheid Würzburg organisiert sich allerdings komplett aus ehrenamtlichen Kräften. Bitte berücksichtigen Sie, dass es daher zu Verzögerungen kommen kann.

 

Der Klimaentscheid Würzburg sucht Unterstützer*innen. Wer aktiv dabei sein möchte oder an weiteren Informationen interessiert ist, wendet sich an: info@klimaentscheid-wuerzburg.de

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